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Wie stecken sich Hunde mit Leishmaniose an?

Die einzelligen Blutparasiten Leishmania infantum sind Auslöser der Leishmaniose beim Hund. In der Regel werden diese durch einen Stich der Sand- oder Schmetterlingsmücke übertragen.

Diese Moskitos kommen vor allem im Mittelmeerraum vor – insbesondere in Spanien, Südfrankfreich, Italien, Griechenland und der Türkei. Allerdings konnte sich die Sandmücke aufgrund des Klimawandels auch in bisher untypische Regionen ausbreiten. So hat man bereits in der Schweiz und Baden-Württemberg infizierte Sandmücken entdeckt.

Nach einer Infektion nisten sich die Leishmanien in Gewebezellen (Makrophagen/Fresszellen) ein. Dort vermehren sie sich und greifen nach und nach Lymphknoten, Milz, Knochenmark, Leber und weitere Organe des Tieres an.

Weitere Übertragungswege

Die Leishmaniose kann aber auch durch Bluttransfusionen oder den Kontakt zu einem infizierten Tier übertragen werden. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn der Hund bereits eine offene Hautverletzung hatte und diese direkt mit Geschwüren oder Fisteln kranker Hunde in Berührung kam.

Achtung: Die Leishmaniose ist auch auf den Menschen übertragbar – sowohl durch einen Mückenstich als auch durch die Übertragung mittels seines infizierten Tieres. Besonders gefährdet sind dabei Kleinkinder unter zwei Jahren oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem.

Vorbeugen: Wie vermeidet man Leishmaniose?

Bei Reisen in Verbreitungsgebiete der Sandmücke sollte der Hund vor Stichen geschützt werden. Hierfür stehen verschiedene Präparate. Beim Kauf sollte man auf eine abwehrende (repellierende) Wirkung gegen Sandmücken achten.

Da die Sandmücken besonders dämmerungs- und nachtaktiv sind, lohnt es sich natürlich unter Umständen auch, die eigene Unterkunft durch Moskitonetze zu schützen. Das ist zwar nicht die praktikabelste Lösung, hat aber den großen Vorteil: Auch Sie sind damit vor den blutsaugenden Plagegeistern besser geschützt.

Impfung gegen die Leishmaniose

Einen Impfstoff, der eine Infektion mit Leishmanien verhindert, gibt es nicht. Allerdings ist seit 2011 ein Impfstoff zugelassen, der das Risiko einer aktiven Infektion und einer Leishmaniose-Erkrankung deutlich reduziert.

Vor der Impfung muss der Tierarzt eine bisher unentdeckte Infektion mit Leishmanien ausschließen. Ist das Ergebnis der Blutuntersuchung negativ, kann die erste Impfung erfolgen. Anschließend müssen Sie die Impfung noch zweimal im Abstand von drei Wochen wiederholen und ab dann jährlich auffrischen lassen.

Diese Impfung gehört zu den sogenannten Non-Core-Impfungen und sollte nur Hunden verabreicht werden, die regelmäßig in Verbreitungsgebiete der Sandmücke reisen, oder dauerhaft dort leben.

Da die Impfung nur vor einer schweren Erkrankung, nicht aber vor der Infektion an sich schützt, ist die wichtigste Prophylaxe jedoch immer noch, den Hund vor Stichen der Sandmücke zu schützen.

Wie gefährlich ist die Leishmaniose?

Leider handelt es sich bei der Leishmaniose um eine ernstzunehmende Erkrankung, die unbehandelt binnen zwölf Monaten zum Tod führt.

Je eher die Infektion erkannt wird, desto besser stehen die Chancen für den betroffenen Hund, heilen lässt sich die Leishmaniose allerdings nicht. Mit der richtigen (lebenslangen) Therapie, ist ein langes glückliches Hundeleben aber trotzdem möglich.

Symptome: Was sind die wichtigsten Krankheitszeichen?

Das Tückische an der Leishmaniose beim Hund, ist die lange Inkubationszeit. Die ersten Anzeichen der Erkrankung zeigen sich teilweise erst Jahre nach der Infektion mit dem Erreger Leishmania infantum. Zudem gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Stämme der Leishmanien, die zu verschiedenen Ausprägungen und Krankheitsbildern führen.

Die wichtigsten Symptome sind:

• Apathie, Trägheit und Lahmheit

• Gewichtsverlust

• Durchfall

• schuppige Hautstellen (vor allem an den Ohren und um die Augen)

• Fieber (in Schüben)

• Appetitlosigkeit

• Haarausfall

• Augenerkrankungen

• übermäßiger Krallenwuchs

Wie lässt sich die Leishmaniose beim Hund nachweisen?

Der Erfolg einer Behandlung gegen Leishmaniose beim Hund hängt in erster Linie von einer schnellen Diagnose der Erkrankung ab. Sollte die Fellnase also die oben genannten Symptome zeigen, so bald wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.

Besteht für den Tierarzt nach der klinischen Allgemeinuntersuchung und einer gründlichen Befragung des Besitzers der Verdacht einer Leishmaniose, wird eine Blutuntersuchung eingeleitet, um den Erreger nachzuweisen.

Wichtig: Alle Tiere, die aus südlichen Ländern importiert worden sind, sollten man unbedingt prophylaktisch auf Leishmaniose untersuchen lassen. So kann man eine eventuelle Infektion frühzeitig erkennen und behandeln. Leider werden die importierten Tiere NICHT dahingehend untersucht!

Therapie: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wenn Ihr Tierarzt die Diagnose Leishmaniose bei ihrem Hund gestellt hat, sollte die Therapie so bald wie möglich beginnen. Die Behandlung konzentriert sich dabei in erster Linie auf die Linderung der Symptome, indem man die körpereigene Abwehr stärkt oder die Entwicklung der Erreger hemmt.

Leider führt keines der bislang zur Verfügung stehenden Medikamente zu einer vollständigen Heilung der Leishmaniose. Eine lebenslange Therapie mit den entsprechenden Wirkstoffen ist daher unumgänglich und kann entsprechend hohe Kosten verursachen. Zwar sind die Medikamente an sich nicht übermäßig teuer – eine Packung Allopurinol kostet ca. 20 Euro –, doch sie müssen dann ein Hundeleben lang verabreicht werden.

Ebenso unumgänglich sind leider auch die vielen Nebenwirkungen, die die medikamentöse Behandlung mit sich bringt.

Die bekanntesten Medikamente zur Behandlung der Leishmaniose beim Hund und ihre häufigsten Nebenwirkungen sind:

Medikament - häufige Nebenwirkungen

Glucantim - Magen-Darm-Beschwerden, schmerzhafte Schwellungen an den Einstichstellen

Miltefosin - Magen-Darm-Beschwerden

Allopurinol - Harnsteine (Urolithiasis)

Ein guter Tierarzt rät zu einer Umstellung der Ernährung. So ist bei der Behandlung mit dem Wirkstoff Allopurinol eine eiweißarme Fütterung zu empfehlen. Es hat sich gezeigt, dass hier die Tierärzte ungenügend oder gar nicht entsprechend ausgebildet sind und zum Industriefutter das in den Praxen vertrieben wird, greifen.

Hinweis: Die Wahl eines geeigneten Futters kann die natürlichen Körperfunktionen Ihres Hundes unterstützen. Bitte beachten, dass entsprechendes Futter weder die Krankheit heilt noch verhindern kann.

Prognose: Wie stehen die Heilungschancen bei der Leishmaniose?

Ein mit Leishmaniose infizierter Hund kann leider nicht geheilt werden. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome bestmöglich zu lindern. Dann ist trotzdem ein langes und glückliches Hundeleben möglich.

Bleibt die Leishmaniose jedoch unbehandelt, können die Folgen gravierend sein: Häufig entzünden sich die Nieren, was wiederum zu Nierenversagen führen kann. Die betroffenen Tiere versterben deshalb meist innerhalb von circa zwölf Monaten.

Die richtige Ernährung

Gerade für Leishmaniose-Hunde ist die richtige Ernährung sehr wichtig. Oft leidet der Hund unter Appetitlosigkeit, schlechter Nährstoffverwertung, Magen-, Darm- und Verdauungs-problemen und neigt unter Allopurinol durch den gestörten Abbau von Xanthin und Hypoxanthin, zur Kristallbildung im Urin und müssen deshalb purinarm ernährt werden. Studien haben gezeigt, dass diese häufig an Vitamin-D-Mangel leiden.

Was sind Purine?

Purine sind Bausteine der DNA und RNA, und damit wichtig für den Zellaufbau. Sie befinden sich hauptsächlich in tierischen Zellen, aber in meist geringerer Konzentration auch in pflanzlichen Zellen. Für den Hund sind Purine nicht essenziell, bedeutet er muss sie nicht mit der Nahrung aufnehmen, da sein Körper sie selbst herstellt. Durch die Gabe des leishmanistatischen Medikaments Allopurinol wird beim Hund nun der Abbau von Purin zu Harnsäure/Allantoin gehemmt. Dadurch entstehen

vermehrt die Zwischenstufen Xanthin und Hypoxanthin, welche zumeist über den Urin ausgeschieden werden, da sie wasserlöslich sind.

Während Hypoxanthin stark wasserlöslich ist, ist es Xanthin etwas weniger. So kann es bei übermäßigem Vorkommen und ungenügender Trinkmenge dazu

führen, dass nicht alle Xanthine mit dem Urin gut gelöst und ausgeschwemmt werden und sich dadurch Harnsediment in Form von Kristallen bildet.

Sobald diese Kristalle vermehrt auftreten, könnten sich aus ihnen Harnsteine (Xanthin Urate) bilden.

Prophylaxe - Trinkmenge erhöhen

Tiere, die Medikamente bekommen, sollten generell genügend trinken. In diesem Fall ist es sogar die wichtigste Maßnahme gegen die Kristallbildung. Daher ist dafür zu sorgen, dass der Hund immer genügend trinkt und auch bei langen Spaziergängen, Autofahrten oder Spielen immer wieder mit Wasser versorgt wird. Dafür gibt es verschiedene Tricks, wie die Anreicherung z. B. mit Joghurt, Brühe oder Parmesankäse. Meist reicht es aber schon, weitere Trinknäpfe im und am Haus zu verteilen.

Lebensmittel mit niedrigem Puringehalt

Einen niedrigen Puringehalt weisen nun neben Obst, Gemüse, Kartoffeln und poliertem Reis auch besonders Eier auf und alle Milchprodukte wie Quark, Joghurt etc. die zumeist gar kein Purin enthalten.

Wie stark muss Purin reduziert werden?

Dafür gibt es keine feste Regel und ist ganz individuell anhand von Urinanalysen anzupassen. Einige Hunde brauchen überhaupt nicht purinarm ernährt zu werden, andere müssen strenge, Diät halten, da sie äußerst heftig Kristalle bilden. Dies lässt sich nur durch Analysen im frischen Urin überprüfen Purin + Protein ist nicht dasselbe, Proteine sind lebenswichtig:

Die Purinmenge zu reduzieren darf nun aber nicht dazu führen, dass der Hund nicht mehr ausreichend Proteine erhält. Damit nun der Hund jedoch weiter mit den nötigen Eiweißen, wichtigen Aminosäuren und Vitaminen versorgt wird, achtet man darauf, dass er zwar geringere Mengen an Fleisch und besonders an Innereien bekommt, dafür aber besonders hochwertige Eiweiße aus reinem Muskelfleisch, Milchprodukten und Eiern.

Häufige Fehler bei purinarmer Ernährung:

Leckerlis mit hohen Werten wie z.B. getrockneter Pansen (Innerei), getrocknete Schweineohren (Haut), Ochsenziemer (Haut), sogenannte Filetstreifen und

Fleischstücke (extrem hoher Anteil an Purinen und bis zu 97% Protein, aufgrund des Trocknungsvorganges).

Auch enthalten viele Vitamin-Komplexe (besonders B-Vitamine) und andere Nahrungsergänzungen häufig Hefe, dies muss in den Inhaltsstoffen überprüft werden.

Gibt es purinarmes Fertigfutter?

Leider geben die Futtermittelhersteller zwar den Proteingehalt, aber nur die wenigsten auch den Puringehalt an. Hier muss man evtl. ein bisschen ausprobieren, was der Hund verträgt oder ob man mit purinarmen Lebensmitteln und Milchprodukten mischen muss. Es gibt inzwischen aber auch einige Hersteller, die keine Haut und kaum Innereien, dafür aber reines Muskelfleisch und weitere hochwertige Zutaten verarbeiten. Je hochwertiger das Futter, je mehr Zutaten werden offen und verständlich deklariert werden. Purin kann man aufgrund der Zutaten selbst errechnen, wenn die Deklaration offen ist..