• +49 176 56 875 898 und info@wuffis-love-food.de
  • Fachkundige Beratung mit Herz
  • Wir freuen uns über eure große Nachfrage! Durch das erhöhte Bestellaufkommen kann es momentan leider zu Lieferverzögerungen kommen. Wir bitten euch, daraus enstandene Wartezeiten zu entschuldigen.
  • Zertifizierte Ernährungsberatung
  • SALE - Schnäppchenjäger aufgepasst
  • +49 176 56 875 898 und info@wuffis-love-food.de
  • Fachkundige Beratung mit Herz
  • Wir freuen uns über eure große Nachfrage! Durch das erhöhte Bestellaufkommen kann es momentan leider zu Lieferverzögerungen kommen. Wir bitten euch, daraus enstandene Wartezeiten zu entschuldigen.
  • Zertifizierte Ernährungsberatung
  • SALE - Schnäppchenjäger aufgepasst

Die vielen Gesichter des Muskelfleisches

Muskeln findet man an ganz vielen Stellen im Körper – es gibt glatte Muskulatur und die sogenannte quergestreifte Muskulatur, Skelett- und Herzmuskulatur.

Die Zusammensetzung von Muskelfleisch variiert sehr stark, je nachdem, welche Aufgabe diese im Körper

haben. Manche Muskeln sind stark durchblutet, während andere dagegen stark von Sehnen, Bindegewebe oder

Fett durchzogen sind.

Was viele nicht wissen – Muskelfleisch ist nicht nur das, was auch als solches bezeichnet wird.

Lefzen/Maulfleisch sind z. B. die Lippen und das Backenfleisch vom Rind. Es hat einen guten Anteil von Fett und Bindegewebe, wirkt teilweise etwas „schwammig“, aber sehr zart.

Schlund ist die Speiseröhre vom Rind – nicht zu verwechseln mit der Luftröhre. Es ist ein sehr feines, mageres Fleisch mit einem Anteil an Sehnen, gut durchblutet und hat zu Unrecht einen schlechten Ruf. Beim Rind sitzt die Schilddrüse unterhalb des Kehlkopfes, zwischen Schlund und Luftröhre. Schlund oder Schlundfleisch nur gelegentlich füttern – in Maßen und von seriösen Herstellern, welche sicherstellen, dass die Schilddrüse nicht mitverarbeitet wurde (Jod). Bei Schlundfleisch handelt es sich um die Speiseröhre (reine Muskulatur), ohne Beimischung von Knorpel oder Schilddrüsengewebe.

Kopffleisch - ziemlich feste Fleisch, das den Schädel umgibt. Häufig sind Knorpel mit enthalten, ein guter Gehalt an Fett und auch Bindegewebe/Sehnen dabei, was es zu einem sehr beliebten Fleisch macht. Häufig werden auch Lefzen und Backenfleisch als Kopffleisch angeboten – was ja im Grunde auch vom Kopf stammt.

Kronfleisch – Zwerchfell, ein innenliegender, sehr aktiver und gut durchbluteter Muskel, der die inneren Organe schützt, Brust und Bauchbereich voneinander trennt, sehr viel Sehnengewebe enthält und an der Atmung mit beteiligt ist.

Kehlkopf bekannt als Kauspaß. Es gibt aber auch Kehlfleisch, ein sehr feines, zartes, mageres Fleisch, ein Muskel, der den Kehlkopf beim Schlucken bewegt. Reine Kehlköpfe sind fast nur Knorpel, das Kehlfleisch ist allerdings die Gabel mitsamt dem Fleisch. Kehlfleisch ist recht knorpelhaltig, dabei aber relativ fettarm. Auch

Kehlfleisch hat einen erhöhten Jodgehalt.

Die Zunge ist ein sehr großer, starker, sehr magerer und sehr gut durchbluteter Muskel.

Magen und Darm gehören zur glatten Muskulatur, sind also ebenfalls Muskelfleisch – meist ist nur der Magen interessant, entweder von Wiederkäuern (Pansen und Blättermagen) oder vom Geflügel.

Geflügelmägen sind extrem festes, enthalten relativ viel Phosphor, weshalb sie bei Nierenerkrankungen besser nicht gefüttert werden sollten.

Pansen und Blättermagen beide bei Hunden sehr beliebt. Sie haben einen sehr moderaten Proteingehalt und enthalten mehr Calcium als anderes Muskelfleisch. Sowohl Pansen als auch Blättermagen ist eher weich und recht zäh. Der Anteil an Bindegewebe ist ebenfalls etwas höher, dazu kommen Enzyme und Überreste des vorverdauten Mageninhalts. Pansen ist außen von sehr fetthaltigem Gewebe eingehüllt, Blättermagen ist eher mager.

Das Herz - sehr starker, gut durchbluteter Muskel, der ununterbrochen arbeitet und anteilsmäßig sehr gering, wie Innereien, gefüttert werden soll. Der Grund: Erhöhter Puringehalt, was zu Durchfällen führen kann und auch bei diversen Erkrankungen, wie z. B. Leishmaniose, eher gemieden werden sollte. Generell ist Herz ein sehr mageres Fleisch, der Fettkranz eines Herzens besteht aus sehr hartem, schnittfestem Fett und ist deutlich zu sehen.

Die Skelettmuskulatur - zur Fortbewegung erforderlich, meistens sehr gut durchblutet. Vor allem bei Geflügel ist das Schenkelfleisch dunkler und auch etwas fettreicher als das magere Brustfleisch. Bauchfleisch - meist sehr passive Muskulatur und sehr gut von Fett durchzogen (durch-wachsenes Fleisch).

Lenden-, Brust- und Rückenmuskulatur ist sehr mager (mageres Fleisch oder auch als Brustfilet, Lende, Filet, für den Menschen auch Roastbeef, Steak, Rouladen oder Schnitzel) und für den menschlichen Verzehr recht begehrt.

Stichfleisch (Halsfleisch) - das Fleisch rund um die Stelle, wo der Stich zum Ausbluten des Schlachttieres gesetzt wird. Da hier sehr viel Blut durch das Fleisch fließt, teilweise später dort auch Klümpchen von geronnenem Blut zu sehen sind, ist es sehr anfällig für bakterielle Belastung, daher muss es sehr zügig verarbeitet und immer gut gekühlt aufbewahrt werden. Generell ein tolles Fleisch, gut durchblutet, moderat durchwachsen, wenig Sehnen und Binde-gewebe. Gelegentlich hört man, man solle kein Stichfleisch füttern, weil beim „Stich“ die Schilddrüse beschädigt werden könnte und damit Hormone ins Fleisch kommen. Dies kann man getrost vergessen, denn die Schilddrüse hat keinen flüssigen Inhalt, wie etwa die Galle oder Harnblase.

Geschlinge ist kein reines Muskelfleisch – der gesamte Komplex Zunge, Schlund, ein Anteil Lunge, Herz und eventuell Leber hängt sozusagen zusammen und wird als „Geschlinge“ bezeichnet. Es ist relativ mager und blutig und kann gut als Abwechslung gefüttert werden.

Das war ein Einblick, wie variabel das Fleisch, dass sich unter dem Sammelbegriff „Muskelfleisch“ versteckt, sein kann und gehört neben Innereien, pflanzlichen Anteilen (Obst, Gemüse, pseudo Getreide), Fett, Mineralien/Spurenelementen in jeden Napf.

Wenn davon die Rede ist, dass abwechslungsreich gefüttert werden soll, geht es nicht darum möglichst viele verschiedene Tierarten zu füttern, sondern ihren Hund wirklich mal komplett „durch ein Tier zu füttern:"